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Urlaub auf der Insel Elba

Wer in das tiefste Herz Elbas vordringen möchte, sollte für einen Moment die Reiseprospekte beiseite legen und sich auf eine faszinierende Entdeckungsreise jenseits der gut gepflasterten Straßen und schönen Sandstrände begeben. Elba, die drittgrößte Insel Italiens und die größte des toskanischen Archipels ging aus touristischer Sicht vor allem als das Exil Napoleons in die Geschichte ein.

Urlaub auf der Insel Elba

Unser Foto zeigt Portoferraio – die Hauptstadt von Elba

Die Fähren nach Elba starten von Piombino und legen in Portoferraio, dem Haupthafen, oder Rio Marina an. Auf der Route Piombino – Portoferraio verkehren die Reedereien Moby Lines, Toremar und Blunavy. Von Piombino nach Rio Marina geht es nur mit Toremar.

Strandurlauber haben auf Elba die Qual der Wahl. Das Angebot reicht von den feinen Sandstränden von Biodola, den glatten, weißen Granitfelsen von Seccheto, bishin zu den weißen Kiesstränden von Padulella, den dunklen und eisenhaltigen Sandstränden rund um die Bergbauminen, die leicht zugänglichen und mit jedem Service ausgestatten Strände von Marina di Campo, sowie die wilden und nur über den Seeweg erreichbaren Strände von Punta Bianca.

Obwohl man auf Elba zweifelsohne die schönsten und facettenreichsten Strände der gesamten Toskana vorfindet, ist das Eiland viel, viel mehr als nur Meer und Strand. Das schöne und abwechslungsreiche Landesinnere ist nur bei wenigen Urlaubern bekannt. Wer zu einer Wanderung durch das Tal der Patresi aufbricht, wird es kaum für möglich halten, sich hier auf einer relativ kleinen Mittelmeerinsel zu befinden. Die Kastanien und Steineichen am Ufer eines Baches und die steilen Hänge der Granitfelsen erinnern eher an die Landschaft des Apennin. Den Klang des Meeres, das in der Tat nur ein paar hundert Meter entfernt liegt, scheint es hier nicht mehr zu geben. Doch das 223 km ² große Eiland beherbergt noch ein weiteres Wunder der Natur, den über tausend Meter hohen Monte Capanne, zu dessen Gipfel man entweder zu Fuß, oder mit einer Seilbahn gelangt. Wer den Aufstieg wagt, der darf sich auf die Entdeckung unerwarteter Landschaften freuen. Bei klarem Wetter genießt man vom Gipfel traumhafte Aussichten auf die Küsten des ligurischen und tyrrhenischen Meeres.

Ein weiteres Highlight stellt eine Wanderung durch das Vorgebirge “Calamita” dar, wo es im Frühjahr überall nach Wacholder, Rosmarin und Heidekraut duftet.

Aber auch die Dörfer sind einen Besuch wert. Da gibt es zum Beispiel das historische Zentrum der Inselhauptstadt Portoferraio, das sich romantisch an das Hafenbecken schmiegt, die Bergdörfer Marciana und Rio nell’Elba, deren Häuser sich terrassenförmig entwickeln und eher an einen Schutzwall zur Verteidigung gegen Piraten erinnern, das malerische Bergdorf Capoliveri, mit seinen winkelig ineinander verschachtelten Häusern und Treppengässchen und nicht zuletzt die beiden Seedörfer Marina di Campo und Rio Marina, deren Häuser sich wie Trauben um die antiken Wachtürme drängen.

Für die meisten der Touristen beginnt die Geschichte Elbas mit dem Exil Napoleons. Umso überraschender ist es für viele zu erfahren, daß dieses Event im Vergleich zu der überaus bewegten und jahrtausend alten Geschichte der Insel, eher nebensächlich ist. In der Tat war Elba wegen seinem reichhaltigen Vorkommen an Kupfer, Eisen und anderen Metallen in der Antike eine der bedeutendsten Inseln des Mittelmeeres. Dies führte natürlich zu einer Reihe von Kolonisationen und Herrschaften.

Aufgrund des Rauches der kontinuierlich von den Schmelzöfen aufstieg, nannten sie die Griechen, Aethalia, die Rußige. Bereits die Etrusker entdeckten die unerschöpflichen Eisenvorkommen und machten auf Elba der Kunst der Metallverarbeitung alle Ehre. Doch auch den Römern blieb der Reichtum Elbas nicht verborgen. Tatsächlich war das Eisen für sie die Grundlage zur Schaffung ihrer Herrschaft, denn zum Schmieden ihrer Waffen waren sie auf Eisen angewiesen. Zudem entdeckten die Römer Granit im Überfluss, den sie zur Ausschmückung ihrer Paläste und Tempel nutzten. Spuren der alten Steinbrüche und Artefakte wie etwa Säulen, gibt es heute noch rund um Cavoli und Seccheto. Mit dem Bau von opulenten Villen, waren es auch die Römer, die als erste den Tourismus auf Elba eröffneten.